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Regelmäßiges Umtopfen hält den Bonsai gesund

Eine Pflanze kann nur dann oberirdisch wachsen, wenn auch ihre Wurzeln genug Raum dafür haben. Nach einiger Zeit füllen sie jedoch die Schale komplett aus und können nicht mehr wachsen. Der Zeitpunkt zum Umtopfen ist gekommen und wird deutlich sichtbar, wenn die Wurzeln sich einen Weg durch die Abflusslöcher bahnen. Es ist auch möglich, dass sie den ganzen Baum aus dem Topf heben. Spätestens dann müssen Sie ihn entweder in eine größere Schale setzen oder einen kräftigen Wurzelschnitt durchführen.

 

 Bonsais umtopfen – Im Video erklärt:


 

So gehen Sie am besten vor:

  1. Bevor Sie dem Bonsai neue Erde geben, legen Sie sich alle Utensilien zurecht. Dazu gehören die spezielle Bonsaierde, eine Bonsai-Schere und Zangen. Bei sehr festem Wurzelwerk ist auch eine Kralle hilfreich. Draht und ein Geflecht aus Plastik zum Abdecken der Löcher ist ebenfalls notwendig. Die neue Schale wählen Sie so, dass sie zu den Ausmaßen des Bonsais passt.
  2. Nachdem Sie die Haltedrähte entfernten, nehmen Sie den kleinen Baum aus der Schale. Falls er fest am Rand sitzt, lockern Sie den Ballen mit einem scharfen Messer auf. Gehen Sie sehr behutsam vor, da die feinen Haarwurzeln empfindlich sind und nicht verletzt werden sollten. Schneiden Sie nun lange und dunkle, sehr alte Wurzeln ab. Dann entfernen Sie die alte Erde mit einem Essstäbchen oder der Wurzelkralle. Tauchen sie danach den Ballen in einen Eimer mit Wasser und befreien ihn komplett von der Erde. Schauen Sie sich dann das Wurzelgeflecht sehr genau an. Untersuchen Sie es auf faulende Stücke und Schädlinge. Schneiden Sie kranke und abgestorbene Wurzeln komplett ab. Auf diese Weise fördern Sie das Wachstum der Haarwurzeln.
  3. Bei Bonsais liegt das Augenmerk auch auf dem äußerlich sichtbaren Wurzelhals. Aus ihm wird mit der Zeit ein ausdrucksstarkes Nebari geformt und vermittelt dem Betrachter, dass der Baum schon sehr alt ist. Daher ist wichtig, dass Sie dort ebenfalls die störenden und verdickten Wurzelstränge entfernen. Dabei ist eine spezielle Bonsaizange ein gutes Hilfsmittel. Sie können sich anfangs auch mit einer normalen Kneifzange behelfen. Diese muss sauber und frei von Rost sein. Beim Austopfen werden Sie sehen, dass eine sehr dicke Wurzel aus der Mitte des Ballens wächst. Diese kürzen Sie und mit ihr weitere Abzweigungen, die senkrecht wachsen. Formen Sie mit der Schere den Ballen so, dass er kompakt und eher in die Breite als in die Tiefe wächst. Das geschieht, indem Sie dicke Wurzeln entfernen und so die kleineren Abschnitte zum Verzweigen anregen. Sie unterstützen die Wurzeln bei der Wuchsrichtung, indem Sie sie mit einem Holz oder Stein fixieren.
  4. Bereiten Sie nun die Schale zum Einsetzen des Bonsais vor. Decken Sie die Abflusslöcher mit den Kunststoffplatten ab und befestigen sie mit Draht. Statt fertiger Kunststoffplatten können Sie auch Stücke von Zwiebel- oder Kartoffelsäcken nutzen. Auf den Boden füllen Sie dann eine dünne Drainageschicht aus grober Erde oder feinem Blähton und bedecken diese mit einer feinen Schicht der Bonsai neue erde. Jetzt platzieren Sie den Baum in der Schale und befestigen ihn mit Draht. Geben Sie nach und nach Bonsaierde auf den Ballen und vorsichtig in die Wurzelzwischenräume verteilt. Auch hier bietet sich ein Essstäbchen als Hilfsmittel an. Füllen Sie so lange Erde auf, bis alle Zwischenräume gefüllt sind. Wässern Sie den kleinen Baum kräftig. Achten Sie dabei darauf, dass die frische Erde nicht ausgeschwemmt wird. Umhüllen Sie die Schale mit einer Plastiktüte und stellen den Baum an einen schattigen Platz. Die Tüte sichert den Ballen vor dem Austrocknen und der Baum wächst besser an.